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Uvalde-Familien reichen Klage gegen Activision und Meta ein



Am 24. Mai 2022 betrat Salvador Ramos seine ehemalige Schule, die Robb Elementary, in Uvalde, Texas, und ermordete 19 Kinder und zwei Lehrer, während er 17 weitere verletzte. Jetzt, am zweiten Jahrestag des Schulmassakers, haben die Familien der Opfer von Uvalde mehrere Klagen eingereicht, darunter eine in Kalifornien, die sich gegen den Call of Duty-Herausgeber Activision und die Muttergesellschaft von Facebook und Instagram, Meta, richtet, weil sie angeblich die Waffe in die Hände des Mörders gelegt haben.

Die Klagen wurden über die Washington Post von Rechtsanwalt Josh Koskoff eingereicht, der behauptet, dass Activision und Meta gemeinsam dafür verantwortlich seien, „sozial gefährdete“ junge Männer mit gewalttätigen Videospielfantasien „vorzubereiten“. In der Klageschrift heißt es auch, dass beide Unternehmen „den Schützen wissentlich mit der Waffe konfrontiert, ihn darauf konditioniert haben, sie als Lösung seiner Probleme zu sehen, und ihn im Umgang mit ihr geschult haben“.

“In den letzten 15 Jahren haben sich zwei der größten amerikanischen Technologieunternehmen – die Angeklagten Activision und Meta – mit der Waffenindustrie zusammengetan, um ein Komplott zu schmieden, das die Joe Camel-Kampagne lächerlich harmlos, ja sogar altmodisch erscheinen lässt”, heißt es in der Klage weiter. “Um es genauer zu sagen: Die Angeklagten kauen entfremdete Teenager auf und spucken Massenmörder aus.”

Wie in der Klage dargelegt, behaupten die Familien, Ramos habe eine Kopie von Call of Duty: Modern Warfare heruntergeladen, in der dasselbe Gewehrmodell DDM4V7 enthalten sei, das er später gekauft und für das Schulmassaker verwendet habe. Darüber hinaus wird Meta beschuldigt, Ramos auf Instagram gezielte Werbung für dieselbe Waffe des Herstellers Daniel Defense geschickt zu haben.

Meta erlaubt Waffenherstellern nicht, direkte Werbung für Waffen oder Sprengstoff zu kaufen. Die Klage legt jedoch nahe, dass Daniel Defense diese Einschränkung umgangen hat, indem er Werbematerial über die Waffen auf den Facebook- und Instagram-Konten des Unternehmens veröffentlichte. Die Familien reichten außerdem eine separate Klage gegen Daniel Defense ein.

GameSpot hat Activision um einen Kommentar gebeten.